Die Komponenten im Energiesparhaus 2

1. Wandheizung – Fußbodenheizung

Wand- und Fußbodenheizungen können mit sehr niedrigen Temperaturen betrieben werden. Daraus ergibt sich in Kombination mit einer Wärmepumpe ein besonders hoher Wirkungsgrad.
Geringe Vorlauftemperatur: das Wasser muss nur auf max. 35 °C erhitzt werden – das spart Energie und ist mit einer Wärmepumpe effektiv umzusetzen.
Niedrigere Wohlfühltemperatur: durch die angenehme großflächige Strahlungswärme reicht in der Regel eine geringere Raumtemperatur, um ein optimales Behaglichkeitsgefühl zu erreichen.
Der exklusivste Vorteil gegenüber anderen Wärmepumpe ist, dass bei diesen Systemen kein Pufferspeicher verwendet werden muss, da ESTIA, die Luft-Wasser Wärmepumpe von Toshiba, eine stufenlose Leistungsregelung von 20 bis 100 % der Gesamtleistung hat. Das heißt es wird genau so viel an Leistung produziert, wie gerade benötigt wird.

2. Warmwasserspeicher – Pufferspeicher

Um die maximale Effizienz der Wärmepumpe nützen zu können, muss der Wärmetauscher im Warmwasserspeicher mindestens 2,5 m² Tauscherober-fläche aufweisen. Der Pufferspeicher wird bei Systemen empfohlen, wo mehreren Heiztemperaturzonen gemeinsam betrieben werden, weil Wasserdurchflußmenge bei Heizkörpern zum Beispiel eine andere ist als bei einer Fußbodenheizung oder Fan–Coils. Um hier die maximale Effizienz aus den jeweiligen Heizsystemen generieren zu können, muss eine sogenannte hydraulische Weiche für den Ausgleich geschaffen werden.

Im Energiesparhaus wurde der Pufferspeicher installiert, da mehrere verschieden Heizvarianten gezeigt werden.

3. Regelungseinheit

Sie ist verantwortlich, dass zwischen Heizung und Warmwasser jeweils umgeschaltet wird. Zudem regelt sie die Vorlauftemperaturen der verschiedenen Temperaturzonen abhängig von der Außentemperatur. Die Steuerung der Zonenventile, die Energieaufzeichnungen sowie Auswertungen werden durch ein österreichisches Produkt der Fa. Technische Alternative realisiert, welches absolut frei programmierbar ist. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit der Realisierung eines externen Zugriffs auf das Heizsystem.

4. Hydrobox

Die Hydrobox ist die Inneneinheit der Toshiba Luft-Wasserwärmepumpe. Hier wird die vom Außengerät gewonnene Wärmeenergie vom Kältemittel mittelseines Platten- Wärmetauschers auf das Wasser übertragen. Damit kann bis zu 55°C heißes Wasser produziert werden.

5. Niedrigtemperatur-Heizkörper

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Niedrigtemperatur-Heizkörper in gut gedämmten Häusern rund 15 Prozent weniger Energie benötigen als Flächenheizungen. Grund ist die Wärmeempfindlichkeit moderner Häuser und die Reaktionsschnelligkeit der Heizkörper. Die Konstruktion von Heizkörpern wurde im Laufe der Jahrzehnte ständig optimiert. Durch Reduzierung des Wasser-inhalts und Verlegung der Konvektionsbleche auf die heißen Wasserkanäle konnte die Heizleistung immer weiter gesteigert werden.

6. FAN COILS – Gebläsekonvektoren

Fan Coils sind einfache Wärmetauscher, welche die Raumtemperatur kontrollieren und je nach Bedarf kühlen oder heizen. In diesen Gebläsekonvektoren zirkuliert heißes oder kaltes Wasser durch einen Wasserwärmetauscher und kühlt oder heizt damit die Luft, die anschließend ausgeblasen wird. Die Wärme wird mit Hilfe eines Gebläses im Raum verteilt. Da Fan Coils ebenso mit geringen Vorlauftemperaturen eine hohe Wärmeabgabe realisieren, bietet sich ein Einsatz in Verbindung mit Wärmepumpen an.

7. Die Außeneinheiten

Die Außeneinheit gewinnt Wärmeenergie aus der Umgebungsluft und gibt diese über den Kältekreislauf an die Hydrobox weiter. Bei Toshiba werden nur hoch qualitative Inverter Außengeräte verwendet, die sich im Besondern durch die extrem leisen, drehzahlgesteuerten, vibrationsfreien Doppelrollkolben-Kompressoren auszeichnen. Die IPDU Invertersteuerung ist mitverantwortlich für extrem hohe Wirkungsgrade und somit für einen sparsamen Energieverbrauch. Die Montage kann sehr flexibel gestaltet werden, da die Kältemittelleitungsverbindungen zwischen Außengerät und dem Innengerät sehr flexibel sind.

 

8. Kontrollierte Wohnraumlüftung

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung werden Kreuzstrom-Wärmetauscher eingesetzt. Diese Einheiten ermöglichen innerhalb unseres Systems einen hocheffizienten Austausch von Wärme oder Kälte an die zugeführte Raumluft: so kann im Winter keine ungenutzte Wärmeenergie nach außen entweichen, im Sommer profitieren die Bewohner von der kälteren Außenluft – die Komfort-Klimatisierung kann auf ein Minimum reduziert werden.

Kurz: Qualität und Menge der benötigten Raumluft kann jederzeit höchst effizient und mit dem kleinst möglichen Energieeinsatz kontrolliert werden!
Über das eingebaute Register ist die Wärmepumpe in der Lage, die Luft zusätzlich zur Wärmerückgewinnung weiter abzukühlen oder aufzuheizen – es entsteht perfekter Wohnkomfort bei einem Minimum an entweichender oder aufzuwendender Energie!

9. Quellluftauslässe

Die Konditionierung über Quellluftauslässe ist eine komplett zugfreie Art, das Raumklima zu temperieren. Je nach Bedarf kann kalte oder warme Luft, auch Frischluft, über die Auslässe dem Raum zugeführt werden.

Die Auslässe, im Obergeschoss auch sehr dekorativ als Säulen ausgeführt, sind mit dem VRF-System (Luft-Luft Wärmepumpe) verbunden.

10. Konsolen – Innengeräte

Konsolengeräte sind eine beliebte Variante zu den Wandgeräten, da sie in der Montage sehr unkompliziert sind, flexibel eingesetzt werden können und der Luftaustritt sehr individuell steuerbar ist. Konsolengeräte arbeiten im Heiz- wie auch im Kühlbetrieb und können so das ganze Jahr über eingesetzt werden.

Konsolen-Geräte (Büro, Teeküche) sind mit dem VRF-System (Luft-Luft Wärmepumpe) verbunden.

WAS KÖNNEN MODERNE HEIZUNGEN HEUTE LEISTEN?

Die Entscheidung für eine neue Heizung hängt von Investitions- und Verbrauchskosten, von Platzbedarf, Heizkörpern, Schallschutz und Abgasen ab.

Heute ist es durch Zahlen belegt, dass Niedrigtemperatursysteme mit geringeren Vorlauftemperaturen einen Raum genauso effektiv auf die gewünschte Temperatur erwärmen, wie jene mit hohen Vorlauftemperaturen. Noch dazu benötigen sie weniger Energie, um dieses Level zu erreichen und zu halten – dadurch sind sie wesentlich wirschaftlicher.

Wärmepumpen von Toshiba können optimal in Verbindung mit Wand- und/oder Fußbodenheizungen, Niedrig-temperatur-Heizköpern und Fan Coils eingesetzt werden, selbstverständlich kann damit auch Warmwasser bereitet werden.